Finden Sie interessante Begriffe aus der Welt der Weine von A wie Auslese bis Z wie Zweigelt: Viel Spaß beim Stöbern! (Quelle: Wikipedia.de)
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| Begriff | Definition |
|---|---|
| St. Laurent |
St. Laurent (Synonyme: Saint Laurent, Pinot Saint Laurent, Laurenzitraube, Svatovav?inecké, Svätovavrinecké) ist eine hocharomatische dunkle Rebsorte der Burgunderfamilie, die ursprünglich aus Frankreich stammt. Die Rebsorte war in Deutschland lange Zeit Bestandteil des gemischten Satzes im Weinbau, aber seit den 1950er Jahren nahezu ausgestorben. Die restliche Rebfläche soll gerade noch 27 Hektar betragen haben. Mit der Renaissance des Rotweins hierzulande gegen Ende des 20. Jahrhunderts kam auch diese alte Sorte zu neuen Ehren. Qualitätsmäßig liegt der St. Laurent zwischen dem anspruchslosen Portugieser und dem hochwertigen Spätburgunder oder Pinot noir, von dem er vermutlich teilweise abstammt. Seine Beeren sind weniger dünnhäutig und damit nicht so anfällig für Verletzungen wie die des Spätburgunders. Der Wein ist von mittlerem Körper und weist einen intensiven Duft nach Waldbeeren und Schwarzkirschen auf. |
| Traminer |
Traminer ist ein Sammelbegriff für eine Rebsorte, die entweder als rötliche Gewürztraminer oder als weiße Spielart (Savagnin Blanc) vorkommt. Die Herkunft der Traminer ist umstritten. Molekularbiologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass sie eine der europäischen Ursorten und eng verwandt mit Vitis silvestris ist. Einige der wichtigsten europäischen Sorten, wie Riesling und Cabernet Sauvignon sind Kreuzungen mit Traminer. Der Ampelograph Pierre Galet behauptet ferner, dass Savagnin und Traminer identisch sind. Die Blätter der Pflanzen sind klein und rundlich, die Trauben klein bis mittelgroß. Sie sind sehr dicht gepackt. Die Beeren haben dicke Schalen. Die Rebsorte ist sehr anspruchsvoll, was Boden und Lage betrifft. Sie ist wenig kalkverträglich und relativ frostempfindlich. Ursprüngliches Anbaugebiet ist Tramin in Südtirol, wo die Sorte um das Jahr 1000 erstmals erwähnt wurde. In Deutschland wird Traminer hauptsächlich in Baden, in der Pfalz und in Sachsen angebaut. In Österreich ist (aufgrund einer geologischen Anomalie) Klöch in der Steiermark eine Traminerhochburg. |
| Tresterbrand |
Tresterbrand ist eine Spirituose, die aus vergorenem Traubentrester (den Rückständen der Weinmaische z. B. Stängel, Schalen, Kerne) destilliert wird. Besonders geeignet für die Produktion sind die Pressrückstände von Süßweinen, da diese einen hohen unvergorenen Zuckergehalt aufweisen. |
| trocken |
Die Geschmacksangaben, auch Süßegrade genannt, sind in der EU einheitlich geregelt, werden in den Ländern aber unterschiedlich bezeichnet. Beim Wein ist die Angabe auf dem Etikett nicht vorgeschrieben. In Deutschland ist sie bei trockenen Weinen üblich, während die Angaben "halbtrocken", "lieblich" und "süß" selten auf den Etiketten zu finden sind. Bei Schaumwein ist die Geschmacksangabe auf dem Etikett vorgeschrieben. Im Gegensatz zum Wein überschneiden sich die Kategorien teilweise. In solchen Fällen kann man zwischen zwei Geschmacksangaben wählen. Der subjektive Geschmack hängt von mehreren Faktoren ab. Auch Weine mit niedrigem Zuckergehalt können bei niedrigen Säure- bzw. Tanningehalt süß schmecken. Auch Alkohol und Glyzerin können im Wein zu einem süßen Geschmack führen. Alte, trockene Rotweine können durch hohe Extraktwerte und die Reife der Tannine süßlich wirken. |
| Trockenbeerenauslese |
Trockenbeerenauslese ist ein Prädikat für Qualitätsweine. Eine Trockenbeerenauslese wird aus Trauben gekeltert, die an der Rebe von Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) befallen sind, die im Herbst die so genannte Edelfäule hervorruft. Durch den Pilzbefall wird die Haut der Trauben durchlässig, so dass sie austrocknen können, wodurch der Zucker stark konzentriert wird. Die einzelnen Beeren verbleiben so lange am Rebstock, bis sie nahezu zu Rosinen eingetrocknet sind. Traditionell werden in Deutschland die einzelnen Beeren von Hand ausgelesen, in der Praxis ist jedoch nur ein Mostgewicht von mindestens 150° Oechsle für das Erreichen des Prädikats ausschlaggebend. Besonders starker Botrytisbefall, lange Reifezeit und günstige Bedingungen können das namensgebende Auslesen oder Ausbrechen der Beeren überflüssig machen. Daher stammt auch die Bezeichnung „Ausbruch“ für Trockenbeerenauslesen. Die Beeren liefern dann winzige Mengen eines in Deutschland einzigartigen, eher alkoholarmen Elixiers mit oft nur 5-8 % Alkohol und großen Mengen an unvergorenem traubeneigenen Zucker und einer brillianten Säure. Gute Trockenbeerenauslesen sind meist bernsteinfarben, ihre Haltbarkeit liegt bei 100 Jahren und mehr. |
| Ugni Blanc |
Die Ugni Blanc ist in Südfrankreich verbreitet. Darüber hinaus wird sie im Cognac als St. Emilion und in Mittelitalien als Trebbiano angebaut. Die Ugni Blanc liefert meist einen dünnen und neutralen Wein, der sehr gut für Verschnitte geeignet ist. |
| Vorlese |
Im Rahmen eines separaten Arbeitsgangs vor der eigentlichen Weinlese werden beispielsweise per Handlese faulige oder angefaulte Trauben entfernt, damit mit der Lese der verbleibenden, gesunden Trauben, bis zur Vollreife gewartet werden kann. |
| Weinanbaugebiete |
Die beiden Begriffe Weinbau oder Weinanbau, die oftmals synonym verwendet werden, bezeichnen die landwirtschaftliche Kultivierung von Weinreben zum Zwecke der Gewinnung von Wein. In der Schweiz spricht man vom Rebbau, da unter der Bezeichnung Wein nur das Getränk, nicht aber die Pflanze verstanden wird Wein wird in der Regel in geschlossenen Weinbaugebieten angepflanzt, die für den Weinbau einheitliche Rahmenbedingungen, wie bestimmte Licht- und Temperaturschwellenwerte, aufweisen. Neben der Rebsorte und der Qualitätsstufe gehört der Standort zu den wichtigsten Faktoren, die den Charakter und Geschmack eines Weines bestimmen. Je nach Bodenbeschaffenheit, Sonneneinstrahlung und Tradition sind für einzelne Anbaugebiete unterschiedliche Rebsorten typisch. |
| Weinbrand |
Weinbrand ist unter verschiedensten Bezeichnungen bekannt: Brandy ist eine, in europäischen Ländern wie Spanien oder Italien, übliche Bezeichnung für Weinbrand. Brandy kann, soweit im jeweiligen Herstellungsland erlaubt, durch bestimmte Auszüge, beispielsweise aus Vanilleschoten, abgerundet werden. Cognac ist die geschützte Herkunftsbezeichnung für Branntweine aus den französischen Départements Charente und Charente-Maritime. Der Brennvorgang erfolgt in zwiebelförmigen Brennblasen und die Mindestlagerung beträgt 30 Monate in Holzfässern aus Limousin-Eiche. Cognac muss einen Alkoholgehalt von mindestens 40 Volumenprozent aufweisen. Armagnac ist Weinbrand aus der Gascogne in Frankreich und wird, im Gegensatz zu Cognac, in einem einmaligen, kontinuierlichen Brennvorgang erzeugt. Bei der Herstellung von portugiesischem Portwein vermischt man den angegorenen Traubenmost vor der Lagerung mit Weinbrand. Selbst beim spanischen Sherry wird vor der Abfüllung in Fässer der Alkoholgehalt durch Weinbrand erhöht, um längere Lagerungszeiten zu ermöglichen. Eine weitere Weinbrandspezialität ist der weiße Weinbrand, der nicht in Holzfässern gelagert wird und deshalb keine Farbe annimmt. |
| Weißburgunder |
Der Weiße Burgunder ist eine weiße Rebsorte, die auch Weißburgunder, Pinot Blanc, Pinot Bianco oder Klevner genannt wird. Er ist die hellste aller Burgundersorten und seit dem 14. Jahrhundert bekannt. In südlicheren Anbaugebieten fehlt der Sorte oft die Säure (? Säure (Wein)), dort wird sie daher oft vom Chardonnay verdrängt. Der Weiße Burgunder wird in vielen europäischen Ländern angebaut, vor allem in Frankreich (besonders im Elsass, und im Burgund, wo er aber nur als Ergänzung zu Chardonnay angebaut wird). In Italien wird die meist Pinot bianco genannte Sorte in Norditalien in Friaul, Südtirol, Venetien und der Lombardei, in Österreich in der Steiermark, dem Burgenland und teilweise auch in Niederösterreich und Wien und in der Schweiz in den Anbaugebieten Wallis, Westschweiz, Deutschschweiz, Graubünden und Tessin. In Deutschland wächst die Sorte vor allem in Baden, der Pfalz, Rheinhessen und entlang der sächsischen Weinstraße. |
| Zweigelt |
Zweigelt ist eine rote Rebsorte. Hierbei handelt es sich um eine österreichische Neuzüchtung aus dem Jahre 1922 von Friedrich Zweigelt, dem damaligen Direktor der Bundesversuchsanstalt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg. Die Zweigelt- Traube ist die am häufigsten vorkommende rote Rebsorte in Österreich. Friedrich Zweigelt nannte die Weinsorte ursprünglich "Rotburger". Erst 1975 wurde die Weinsorte im Zuge der Qualitätsweinrebensorten- Verordnung in "Zweigelt" umbenannt. |
| Önologie |
Die Kellerwirtschaft (auch Önologie, von griech. oinos und logos, die Lehre des Weines) ist ein Studienbereich in Weinbau und -produktion. Sie befasst sich, im Gegensatz zur Ampelographie, vor allem mit dem Keltern und dem Reifen des Weines. In einigen Ländern (z. B. Frankreich, Österreich, Deutschland, Georgien) ist die Önologie ein Studienfach an einer Hochschule mit dem Abschluss Diplom- Ingenieur Weinbau und Önologie (heute auch Bachelor oder Master). Die vernunftgemäße Anwendung des gelernten oder aus der Wissenschaft oder Technologiegeschöpften Wissens; die Durchführung technologischer Forschung; die Mitarbeit in der Entwicklung von Materialien für die Technologie und die Ausrüstung von Kellereien; die Mitarbeit in der Anlage und der Pflege von Weinbergen; die Übernahme der vollen Verantwortung für die Produktion von Traubensaft, Wein und Folgeprodukten aus Wein und die Sicherung ihrer Haltbarkeit; die Durchführung von Analysen (physikalische, chemische, mikrobiologische und organoleptische) der vorher erwähnten Produkte und die Interpretation der Analysedaten; er hat die Fähigkeit die bestehenden Beziehungen zwischen Wirtschaft, Weingesetzgebung und önologischer Technologie zu erkennen und die Vermarktung der Produkte zu organisieren. Es ist die Aufgabe des Önologen, Weine von einer Qualität zu bereiten, welche den Anforderungen des Marktes entsprechen. Seine Fähigkeiten sind gefragt in Analyselaboratorien, in der angewandten Forschung, in Beratungsgremien, in Weinbaubetrieben (Privat, Genossenschaft), im Handel, in der Industrie oder in der Ausbildung. Es gibt vielfältige aktuelle Herausforderungen. Sie beziehen sich auf das Produkt, seine technologische, ökologische, ökonomische, kulturelle und gesellschaftliche Umgebung. |
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Zahlreiche Auszeichnungen bei der Landesprämierung Bronze für 2009er Gewürztraminer Spätlese trocken Rückblick 2011 das turbulente Weinjahr 2010 mit der sehr kleinen Erntemenge steckt uns noch in den Knochen, doch sind die Fässer jetzt gefüllt mit dem neuen Jahrgang. |



